Letztes Update am 23.01.2012
Kategorie: Gewehr
12.09.11 07:00 Alter: 164 Tage

Deutscher Meister in der Königsdisziplin

Jörg Niehüser nach dem Gewinn des Deutschen Meistertitels in der Disziplin 3 mal 40 Schuss mit dem Großkaliber-Freigewehr.

Die Deutschen Meisterschaften mit dem Großkalibergewehr auf 300 Meter Entfernung fanden auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück statt. Vom KKSV Geseke hatten sich Franz Copei und Jörg Niehüser qualifiziert.

Niehüser ging zunächst mit dem Großkaliber-Standardgewehr an den Start. Hier waren 3 x 20 Schuss in den Stellungen liegend, stehend und kniend abzugeben. Nach 60 Schuss hatte er insgesamt 557 Ringe (198/178/181) erzielt. Dies bedeutete den achten Platz.

Im Liegendschießen über 60 Wertungsschüsse gingen 80 Schützen an den Start. Jörg Niehüser sicherte sich mit 593 Ringen den zehnten Rang, Franz Copei traf 588 Ringe und landete im ersten Drittel der Konkurrenz. In der Mannschaftswertung gewann Jörg Niehüser für die SSG Röwekamp die Bronzemedaille. Zusammen mit dem amtierenden Deutschen Kleinkalibermeister im Liegendschießen, Marco Hummler (596) und Stephan Marx (588) erzielten die drei Schützen 1777 Ringe.

Dieser Medaillenerfolg wurde entsprechend gefeiert, und so war es nicht verwunderlich, dass sich Jörg Niehüser am Abschlusstag in der Königsdisziplin von dreimal 40 Schuss (liegend, stehend, kniend) keine großen Gedanken über den Ausgang des Wettkampfes machte. Aber es sollte alles ganz anders kommen: Das Liegendschießen wurde von Jörg Niehüser mit 400 von 400 möglichen Ringen dominiert. Beim anschließenden Stehendschießen konnte der Geseker Sportschütze seine Klasse unter Beweis stellen und mit 381 Ringen seinen Vorsprung auf die beiden Nationalschützen Matthias Raiber (8 Ringe) und den EM-Fünften Christian Dressel (12 Ringe) mehr als deutlich ausbauen.

Diesen großen Vorsprung verteidigte er auch nach dem Kniendschießen mit 384 Ringen, so dass er mit 1165 Ringen und zehn Ringen Vorsprung Deutscher Meister wurde. Seit 2007 hatte es ein solch hohes Siegergebnis nicht mehr gegeben.

Ganze 25 Jahre hat Jörg Niehüser für diesen Erfolg gebraucht. Damit empfahl er sich im Beisein von Nationaltrainer Rudi Krenn aus Passau für weitere internationale Aufgaben und wurde für das kommende Jahr erneut in den Nationalkader berufen.